Wir spielen gerne Kartenspiele hier in Norwegen. Man kann so ein Spiel gut auf eine Snowboard-Tour mitnehmen, an den Strand, oder einfach abends in der Kneipe spielen. Wizard, Der große Dalmuti und Bohnanza waren bisher unsere Klassiker, und seit Weihnachten habe ich ein neues Spiel mit Suchtfaktor: Zoff im Zoo.

Das Spiel hat Ähnlichkeiten zu “Der große Dalmuti”. Wie auch dort geht es darum, auf eine Anzahl schwächere Karten entweder eine mehr der gleichen Sorte, oder die gleiche Anzahl einer stärkeren Karte zu legen. Anders als beim Dalmuti sind aber nicht alle Karten einfach linear nach Stärke angeordnet, was den Karten einen sehr eigenen Charakter gibt: Igel können nur von Füchsen geschlagen werden, Füchse dagegen von ganzen vier anderen Kartensorten, etc.

Der Clou des Spiels ist aber die Punktewertung: Punkte erhält man nicht nur fürs frühe ablegen aller Karten, sondern man muss während des Spieles auch bestimmte Karten (Löwen und Igel) beobachten, und mindestens einen Igel sowei so viel wie möglich Löwen ergattern, um Extrapunkte einzuheimsen. Das führt zu Situationen, in denen man nicht Schluß macht, weil man meint, noch auf eine bestimmte Karte zu warten, und Risiken eingeht, die das Spiel völlig kippen können.

Das schöne am Spiel ist, das jede Karte ihren ganz eigenen Charakter hat, und es sich jedesmal völlig neu entwickelt. Acuh das Teamspiel ist eine nette Idee, und führt dazu dass man anderen Leuten etwas, aber nicth zu viel hilft – insgesamt hat das Spiel so viele verschiedene Aspekte, dass es in absehbarer Zeit nicht langweilig werden kann. Mein Spiel des Jahres 2004.

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