Woche 36: Erntezeit

Es wird Herbst. Draußen ist es jetzt die meisten Tage ungemütlich, und ich bin schon seit gefühlt mehr als einer Woche nicht schwimmen gegangen. Die Norweger kaufen Feuerholz wie verrückt, und stellen sich auf einen langen Winter ein, ich hoffe momentan, dass mich der Rest vom letzten Jahr noch durch diesen Winter trägt, aber sollte morgen mal nachzählen, wie viele Säcke die größere Schwester im Urlaub verheizt hat. Sie liebt ja meinen Kamin.

Der Apfelbaum wirft das Obst inzwischen schneller von sich, als ich es aufsammeln kann. Daran sind natürlich die Herbststürme schuld, aber auch die Tatsache, dass ich nicht rechtzeitig mit dem pflücken angefangen habe. Letzten Donnerstag habe ich mir endlich einen Obstpflücker gekauft, nachdem ich auf dem Weg zum Vogelkurs die Filiale von JULA entdeckt habe. Mit dem komme ich allerdings auch nur an die Hälfte der Äpfel, weil der Baum viel zu hoch gewachsen ist. Das mit dem Beschneiden ist eben auch nicht so meine Sache.

In meinem Wohnzimmer vor dem Fernseher passiert momentan industrielles Apfelschnitzen, um zumindest den Kartons und IKEA-Tüten voller Fallobst Herr zu werden, damit ich Platz für das gepflückte kriege. Der neu angelegte Komposthaufen kann derweil die faulenden Äpfel kaum aufnehmen, so dass ich Schalen und Kernhäuser jetzt wieder in den Biomüll werfe. Es tut mir ja doch ein wenig Leid um die ganze gute Biomasse, die da aus dem Garten verschwindet.

Ich kann nicht so viel Apfelkuchen essen, wie ich machen könnte, und das Apfelmus füllt inzwischen jeden freien Raum in den Küchenschränken. Morgen beginne ich wohl mal damit, die fertigen Gläser auf den Speicher zu lagern, da sollte noch Platz sein.

Ansonsten ist es sehr ruhig. Das Krankenhaus hat mir wieder einmal geschrieben, sie haben meinen EEG-Termin jetzt auch wegen „unvorhergesehener Ereignisse“ in den Oktober geschoben, ein paar Tage nach meiner OP. Beide Termine sollten eigentlich im August sein, sind aber jetzt jeweils zweimal um vier Wochen verschoben worden. Das müssen diese Engpässe im Gesundheitswesen sein, von denen man immer hört, Ärztemangel und so.

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